Posts mit dem Label ebook werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label ebook werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 4. Februar 2018

Wie man sich einfach ein eBook fast kostenlos ausdrucken kann

Manchmal reicht ein eBook einfach nicht aus und man will bedrucktes Papier in den Händen halten. Doch der Gang zum eigenen Tinten- oder Laserdrucker ist oftmals frustierend. Da stimmen die Seitenaufteilungen nicht, überhaupt das Format ist selten im DIN A4 Format usw.
Für das Korrekturlesen sind gedruckte Bücher manchmal einfach noch praktischer. Wie aber bekommt man sein Buch ordentlich gesetzt ausgedruckt?
Autoren, die mit Amazon arbeiten haben da jetzt eine einfache und sehr preiswerte Möglichkeit. Amazon bietet ab sofort einen Autorenexemplar oder Proof Druck für eBooks an. 

Was ist das und was kostet es?

Proofs oder Autorenexemplare dienen dem Autor dazu, Papierexemplare als Muster für Verlage oder zum Korrekturlesen durch Dritte anzufordern.
Im Hintergrund wird die Datei des eBooks an CreateSpace, die Druckdienstleistungstochter von Amazon, geschickt. Somit ist bei den Kosten klar, dass es ähnlich günstig ist wie wenn man einen vollen Createspace Account angelegt hat - was aber wesentlich aufwendiger ist. Für ein s/w Buch das im ca. DIN A5 Format 180 Seiten hat, muss man circa 3 € rechnen. Ja, richtig gelesen circa 3 €! Hinzu kommt eine ebenfalls seitenzahlabhängige Versandpauschale von ebenfalls rund 2€ bis 3€. Rabatte bei höheren Mengen gibt es leider prinzipiell nicht. Ebenso bleiben die Versandkosten pro Stück leider gleich. Trotzdem ist das ein sehr gutes und bequemes Angebot um sich Korrekturexemplare oder Leseexemplare für Freunde und Familie oder eben Verlage zu beschaffen.
Auch für gelegentliche Lesungen kann man die gedruckten Exemplare des eBook z.B. signiert an den Fan bringen.

Wie kann man Probedrucke vom eBook bestellen?

Amazon gibt hierfür folgenden Ablauf an :

  • Go to your Bookshelf and find the paperback for which you would like to order a proof.
  • If your paperback is in "Draft" status, the option to request a proof will be enabled in the ellipsis ("...") menu.
  • Click Request Proof Copies.
  • Select the order quantity. You can order up to 5 copies at a time.
  • Select the Amazon marketplace closest to your shipping destination. The cost will then be displayed. This cost doesn't include shipping and applicable taxes.
  • Click Submit Proof Request.

Within 4 hours of submitting your request, you'll receive an email with a link to complete your proof order. You must complete your purchase within 24 hours of receiving this email.
Once you receive the email and click on the link to complete your order, you’ll be redirected to the Amazon Shopping Cart/Basket. You can use your existing payment information and delivery addresses or add new addresses to send proof copies to reviewers.
Proofs are eligible for all paid (standard and expedited) shipping options available to Amazon customers except Prime. You can ship proofs to multiple shipping addresses by placing separate orders for each destination.

Wie unterscheiden sich die Bücher von normalen gedruckten ?

In den Büchern findet sich ein Aufdruck: Not for Resale, also nicht für den Weiterverkauf bestimmt. Zudem tragen sie keine ISBN Nummer auch wenn das eBook eine hat. 

Wie viele Exemplare darf man bestellen ?

So viele, wie man Geld hat! Zumindest gibt Amazon keine Grenze hierfür an sondern sagt, dass ein Auftrag so viel kostet wie die Druckkosten eines eBooks mal die Anzahl der Exemplare.

Interessante Alternative zum Copyshop? Was meint ihr dazu?

Donnerstag, 22. Oktober 2015

JPG zu PDF konvertieren

Wenn man bei CreateSpace ein Cover selbst hochladen möchte, statt den Online Konfiguratior von CS zu verwenden, dann verlangt die Plattform das Cover im .pdf Format.
Das ist gar nicht so einfach. Gimp beispielsweise gibt keine pdf heraus. Das Bild in Writer oder Word zu kopieren und dann zu konvertieren funktioniert auch nicht, zumindest nicht ohne großen Aufwand, da das Endformat nicht stimmt. 
Im Internet finden sich zahllose Online Tools mit denen man das allerdings erledigen kann. bei den meisten bin ich aber auf ein Problem gestoßen: Das Bild wird nicht bündig umgewandelt, sondern erhält einen weißen Rand. Bislang konnte ich nur eine Seite finden, die das ordentlich konvertiert nämlich:
Dort wird die .jpg Datei in ein .pdf umgewandelt, ohne dass etwas am Rand übersteht. Das Ergebnis lässt sich herunterladen, hat auch kein Wasserzeichen o.ä. und dann auf CreateSpace wieder hochladen. Viel Glück und erzählt mir mal ob es bei euch auch geklappt hat!

Samstag, 24. Mai 2014

Ebook Marketing Tipp: Ebook übersetzen lassen

Wer nicht so viele Titel im Repertoire hat, oder einfach den Leserkreis erweitern möchte, der kann neue Kundengruppen durch die Übersetzung seines Ebooks erreichen.
Früher waren solche Dienstleistungen recht teuer und langwierig, aber Globalisierung und vor allem dem Internet sei Dank, ist das heute schnell und relativ günstig machbar.
Folgendes sollte man jedoch vor einer Übersetzung bedenken:

Der Ursprungstext sollte fehlerfrei sein, denn durch die Übersetzung verwässert Inhalt und Aussage etwas. Zudem können Fehler zu noch schwerwiegenden Fehlern in der Übersetzung führen. Begriffe die sehr speziell sind, wie z.B. Szenesprache, Dialekt, "Insiderbegriffe" sollte man durch allgemein bekannte und im Duden recherchierbare Formulierungen ersetzen.

Vor einer Übersetzung in eine andere Sprache sollte man zudem die Reichweite prüfen. Englisch beispielsweise wird von ca. 375 Millionen Muttersprachlern verwendet und von ca. 1.4 Milliarden Menschen verstanden. Trotzdem sollte man prüfen ob der Text geeignet und für den nicht deutschen Sprecher interessant ist. Eine Abhandlung über deutsche Steuergesetze wird nur einem kleinen Kreis von Lesern einen Nutzen bringen. Belletristik muss auch den kulturellen und ethischen Anschauungen der Zielsprecher genügen. So sind erotische Texte und Abbildungen in vielen Ländern nicht erlaubt, religiöse Vorstellungen oder gar Gesetze, sowie bestimmte politische Aussagen können zu Problemen in manchen Ländern führen  usw. Auf der Website Weltsprachen.net kann man eine Aufstellung der 12 am häufigsten gesprochenen Sprachen einsehen und deren wirtschaftliche Bedeutung.

Automatische Übersetzungen sollte man nicht wählen. Keine Software ist derzeit in der Lage, die sich schnell verändernde Sprache wirklich sinnentsprechend zu übersetzen. Semantische Eigenschaften, die dem Wort erst einen Sinn geben können von Übersetzungsprogrammen nicht geliefert werden. Hier ist das Wissen nötig, was sich hinter einer Abkürzung oder einem Begriff im Gesamtzusammenhang des Textes verbirgt.

Wer schnell einen Kostenvoranschlag haben möchte, kann sich z.B. bei einer Übersetzungplattform wie Translated.net, ohne Registrierung ein Angebot erstellen lassen.

Mittwoch, 5. Februar 2014

3D Drucker ebook "Business & Technik"

3D Drucker sind für jeden ein interessantes Thema, der nach neuen Geschäftsideen sucht, oder mal prüfen will ob so ein Gerät für ihn privat oder beruflich nutzbar ist. Das Feld ist noch sehr jung und die Claims noch lange nicht abgesteckt. Da gibt es noch viele Gebiete auf denen man etwas ganz neues oder einzigartiges aufbauen kann. Den Aufbau von Suchmaschinen oder sozialen Netzwerken wird heute wohl kaum noch einer wagen. Da ist es nicht verkehrt nach zukunftsträchtigen Branchen Ausschau zu halten.
Doch was macht einen 3D Drucker überhaupt aus? Welche Verfahren gibt es und wo liegen deren derzeitige Grenzen? Woran kann man bei 3D Druckern eigentlich Geld verdienen? Und wieviel?
Der Autor Marcel A. Buth verbindet die Fragen nach der verwendeten Technik mit Überlegungen und Daten zu dem entsprechendem Businessmodell, sei es Entwicklung, Handel oder Dienstleistung.
Cover Kindle ebook

Das Buch ist bei Amazon für den Kindle als Ebook erschienen, und alternativ auch als Printversion in einer s/w 350 S. und einer erweiterten farbigen 450 S. Ausgabe erhältlich.

Samstag, 26. Januar 2013

Meine Erfahrungen mit CreateSpace


Selbstverleger hören in diesen Tagen immer mal wieder was von CreateSpace oder kurz CS raunen und tuscheln. Doch nix Genaues ist im Web hierzu zu finden - woran liegt es?
Mag sein, dass es daran liegt, dass die PR Abteilung der der Tochter des mächtigen Amazon Konzerns es bislang nicht für nötig gehalten hat, das Netz mit wohlfeilen Pseudoeinträgen zu verseuchen.
CreateSpace ist noch real, was man lesen kann weitgehend die Wahrheit - im Positiven wie auch im Negativen.
Die PR Maschine wird gerade noch geputzt und das sollte Gelegenheit geben mit einem Blogartikel nochmals Klartext zu reden.
Die Meckerheinis der etablierten Verlage und vor allem auch die Print-On-Demand Gemeinde zittern schon und wirft immergleiche Argumente gegen CreateSpace ins Rennen.
Schauen wir uns die doch mal genauer an:

Die angeblich miserable Qualität

Nun, CreateSpace ist eine Billigschiene und wer hier Topqualität zum Centpreis erwartet, der kauft wohl auch Jeans, die von Kleinkindern auf den Philippinen handgenäht werden.
Was soll das ? Die Bücher bei CS sind ziemlich unschlagbar billig, man hat keine Anmeldungskosten, Monatsgebühren oder sonstwelche Geldschneidereien, die manche PODs von den Indie Autoren gerne verlangen ( Ich sage nur "Datenbereithaltungsgebühr"). Also wenn man schon die billige Schiene einschlägt, weil man einfach das Geld nicht hat, es nur ein Hobby ist, oder man ein Sparbrötchen ist, dann kann man doch nicht ernsthaft nachher darüber jammern, dass bei einer Sendung von 50 Büchern ein paar mikrokopische Kratzer auf der Oberfläche haben, oder? 
Es gibt da einen wunderbaren Stempel mit der Aufschrift "Mängelexemplar" und eine Heerschar von dankbaren Käufern auf Amazon, die lieber ein paar Euro weniger zahlen und diesen Mängel wegstecken wie nichts. Nach dreimal Anfassen hat ohnehin fast jedes Buch Kratzer. 
Ich jedenfalls habe hunderte Bücher über CreateSpace und von CreateSpace verkauft und noch nicht ein Käufer hat sich über eine mangelnde Qualität, zu dünnes Papier oder ein Eselohr beklagt. Ich behaupte auch mal, dass da nie etwas kommen wird, denn zum Lesen sind die Bücher in ihrer Qualität absolut in Ordnung!

Keine deutsche ISBN = keine Umsätze im Buchhandel

Das stimmt so nicht und selbst wenn, ist das dem ein oder anderen Wurst. Wenn ich ein Buch herausbringe und es auch selbst vermarkte (z.B. über Facebook, Webseite, Blogs usw), dann verlasse ich mich ja gerade nicht auf den Buchhändler vor Ort, der 5 Millionen Titel in seinem Computer hat, sondern rühre selbst die Werbetrommel. Im Internet ist es egal wo sich das Lager mit dem Buch befindet und wie wir alle wissen ist der Internethandel der am stärksten wachsende Zweig des Buchhandels. Viele bestellen heute schon fast ausschließlich über das Internet und da zählt die deutsche ISBN eben NICHT zum Knock-Out Kriterium, sondenr die Frage ob ich das Buch über Amazon und Co. finden kann. Und das kann man logischerweise, da CreateSpace eine Amazon Tochter ist.
Und zwar nicht wie im lahmen staionären Buchhandel nach Wochen und Monaten sondern nach spätestens 3 Tagen ist mein Buch bei Amazon gelistet. Wow!
Amazon, das heisst auch bei Google auffindbar - Leute was interessiert mich da eure bescheuerte deutsche ISBN???
Achja Nationalbibliothek: Da schickst du formlos deine zwei Belegexemplare hin, egal mit was für einer ISBN. Es gibt ja noch Zeitgenossen die meinen dass die ISBN eine staatliche Art Steuer ID wäre, ohne die man sein Buch erst garnicht in die Sonne legen darf ohne verhaftet zu werden. Nein, ISBN ist nur ein Arm der Krake zu der auch die Buchpreisbindung gehört. Aber das ist ein anderes Thema...
Natürlich entgehen mir als Autor die (zahlreichen) Spotankäufer, die durch eine Buchhandlung schlendern und weill es gerade so passt und Zahltag war, einfach mal einen Schwung Bücher kaufen - darunter auch meines. Das ist wahr, das ist bedauerlich aber das ist auch nicht unvermeidbar. Und es ist sogar manchmal besser so. Denn...

Kein Verlag, keine ISBN, kein dickes Geld verdienen möglich

Das ich nicht lache! Wir kenne doch alle die Hungertantiemen die ein Verlag an Autoren abdrückt : 5%.
Wenn ich mein Buch selbst verlege, und mal eine Tour durch Deutschland mache, finde ich in jeder größeren Stadt Buchhandlungen, die auch meinen Titel (auf Kommission) ins Regal stellen. Diese Filialen nennt man natürlich auch auf seiner Website. Die Marge teilst du dir jetzt mit dem Buchhändler und nicht mit all den Hyänen, die sonst noch in der Nahrungskette sitzen und für relativ wenig Leistung dein Blut und Schweiß abkassieren.
Wenn wir beim Beispiel oben bleiben, dann wäre dein Lohn von einem 20€ Buch gerade mal 1 € über einen Verlagsvertrag, bei einem 40€ Buch 2€.
Verlegst und vermarktest du jedoch selbst, bleiben bei einem 20€ Buch bestimmt 10€ und beim 40€ Buch mit Sicherheit um die 25€ hängen! Das bedeutet, dass ein tradioneller Verlag dir 10x so viele Bücher verkaufen müsste um dasselbe Ergebnis zu liefern. Ob sie das hinbekommen?

Keine deutschen Buchmasse igitt!

Mal ehrlich: In welcher Welt leben denn solche Meckerheinis? Sitzen die nicht vor einem 20+X ZOLL Bildschirm und oder wischen auf ihrem 7 oder 10 Zoll iPads herum?

Fazit

Ich bin mit dem Preis Leistungsverhältnis von CreateSpace absolut zufrieden, mehr sogar noch: es war für mich der Königsweg.

Link: CreateSpace

Mittwoch, 25. Januar 2012

Buchvorstellung: Das Dunkle im Herzen" von Andreas Bertits

Ein aktuelles und kontroverses Thema, ist der Stoff aus dem der Plot des Romanes "Das Dunkle im Herzen" von Andreas Bertits gewebt ist - Killerspiele.
Andreas Bertits mag´s dunkel
Der Autor ist Journalist und arbeitet im Bereich Computer/Computerspiele. 
Der Vater von drei Töchtern bekennt:
"Das immer wiederkehrende Thema der angeblich durch „Killerspiele“ ausgelösten Amokläufe hat mich während meiner beruflichen Laufbahn begleitet sowie auch privat beschäftigt und mich dazu gebracht, diesen Roman zu schreiben. Hinzu kommen meine Erfahrungen im Berufsleben, welche mich zur Geschichte von Toms Vater Markus inspiriert haben."
Mittlerweile gibt es Suchtberatungsstellen für Spielsüchtige, Therapien und Rehas. Amokläufe werden immer mal wieder im Zusammenhang mit übermäßigem Spielekonsum gesehen - wobei gleichzeitig Millionen anderer Spieler harmlose Mitmenschen bleiben. Die Angst bei den Eltern sitzt tief - hockt dort vor der Konsole der nächste Amokläufer? Was gefällt meinem Kind überhaupt an diesen Gewaltdarstellungen?  Ist es vielleicht nur ein Mißverständnis, zwischen den Generationen?
Nun sind die Ansichten zu den Auswirkungen von Computerspielen auf die Psyche von Heranwachsenden umstritten - fördern sie nur das, was ohnehin bereits vorhanden ist, wecken sie eine dunkle Neigung, oder lassen Gewaltspiele diese erst entstehen?
Ein bischen was von allem ist wohl wahr und wer sich als Elternteil oder Pädagoge mit den Auswirkungen des heutzutage massiven Computerspielkonsums beobachtet, den wird die Geschichte von Tom und seinem Vater sicherlich intensiv beschäftigen.
Das Buch ist auf Platz 1 der Amazon-Elternratgeber-Charts, also muss Andreas ja "irgendwie" mit seinem Thema einen Treffer gelanded haben!


"Das Dunkle im Herzen" ist erschienen bei Amazon (Link)
Jetzt Schwarz auf Weiss

Inhaltsangabe:
Der von Computerspielen begeisterten Abiturient Tom gerät aufgrund von Perspektivlosigkeit, familiären Problemen und Selbstzweifeln in einen Sog aus Depressionen und Gewalt, während sein Vater Markus mit seinen eigenen Dämonen in Beruf und Familie zu kämpfen hat. Beide Geschichten und Schicksale sind eng miteinander verknüpft und erzählen von einem dunklen Fleck im Herzen zweier Menschen. 

Leseprobe:
Die Schüsse dröhnten durch die Wohnung. Tom saß völlig ruhig auf seinem Bürostuhl und starrte teilnahmslos in den Monitor, auf welchem ein futuristischer Soldat Horden an dämonischen Gegnern mit Kettensäge und Schrotflinte auf blutige Art und Weise zurück in die virtuelle Hölle schickte. Plötzlich flimmerte eine Filmsequenz über den Bildschirm. Tom setzte sich aufrecht hin. Der Soldat im Spiel schlich vorsichtig durch eine Kammer, die nur von sporadisch flackerndem Licht erhellt wurde. Aus der Dunkelheit war eine leise Stimme zu hören, die den Namen des Soldaten flüsterte. Die Schatten schienen sich zu bewegen... Aus den Augenwinkeln konnte man eine grausige Kreatur erkennen, die an der Decke entlang krabbelte und dem Spielhelden auflauerte. Ein Grinsen huschte über Toms Gesicht. Er liebte gute Science-Fiction- und Horror-Geschichten, vor allem, wenn er dann noch interaktiv in einem Computerspiel darin mitmischen konnte. Tom nahm nicht wahr, wie die Wohnungstür aufging. Er merkte nicht, wie seine Mutter zusammen mit seiner kleinen Schwester sein Zimmer betrat, doch er hörte ihre Stimme: „Mach das leiser! Da fallen einem ja die Ohren ab und die Nachbarn werden sich wieder beschweren!“
Mit einem Grummeln drehte er am Regler seiner Stereoanlage.
„Warst du mit dem Hund unten?“
Tom drückte eine Taste und stand auf. „Komm, Vader“, rief er und der kleine Yorkshire-Terrier hopste auf ihn zu. An der Haustür wartete er, bis der kleine Hund sein Geschäft im Vorgarten verrichtet hatte und ging wieder nach oben.
„Das hat meine Frage ja nun beantwortet“, Toms Mutter schüttelte den Kopf. Als sie den Kühlschrank öffnete, fiel ihr Blick auf das Essen, das sie dort für ihren Sohn deponiert hatte. „Du hast gar nichts gegessen.“
„Keinen Hunger“, knurrte Tom. „Ich hol mir später was.“
„Wohin gehst du?“
„Weg. Mit Nick und Robb.“ Als seine Mutter nichts erwiderte, hockte er sich erneut an seinen PC, stöpselte Kopfhörer ein und begann wieder damit, Dämonen abzuknallen.

Tom hockte abseits von allen anderen an einem Tisch der Bar Reggie's über einem längst schal gewordenen Bier. „Wenn die Penner nicht kommen und ich den Abend allein mit diesen Affen verbringen muss, reiße ich ihnen am Montag die Eier ab“, dachte er. Sein Blick fiel beinahe beiläufig auf Karla, die an der Bar stand, ihre Hüften im Takt der Musik bewegte und sich mit ihrem Mitschüler Mario unterhielt. Als Tom früher am Abend bemerkte, wie sich der Italiener – wie so oft – an Karla heranmachte, verfinsterte sich seine Stimmung und sein Durst war verflogen. Grundsätzlich hatte er nichts gegen Mario, er war sehr nett, lustig und half ihm oft im Italienisch-Unterricht - auch, wenn er ihn meistens ignorierte, wenn seine Kumpels in der Nähe waren. Aber es hätte ihm irgendwie klar sein müssen, dass ein so hübsches Mädchen wie Karla sich eher für sportliche, coole Südländer interessierte als für einen Außenseiter wie ihn. Die Tür der Bar flog auf und Nick trat gefolgt von Robb herein. Sie sahen Tom, winkten und setzten sich zu ihm.
„Wo wart ihr denn?“
„Nicks Dreckskarre ist nicht angesprungen“, erklärte Robb. „Wir mussten ein Überbrückungskabel besorgen und mein Vater half uns, die Schrottkiste anzulassen.“
„Hey, pass auf, wie du über mein Baby redest!“ fuhr Nick Robb scherzhaft an. Er sah sich um. „Was geht hier?“ fragte er.
„Nicht viel“, grummelte Tom.
„Dann besorg' ich uns mal was zu trinken und die Party kann losgehen!“ Nick stand auf, ging zur Bar und kehrte kurz darauf mit drei Bier zurück. Die drei Freunde stießen an.
„Was hast du morgen vor?“ fragte Robb Tom.
„Ich geh mit einem alten Kumpel ins Rock-O-Drom. Da ist morgen Gothic Night. Und vormittags muss ich arbeiten.“ Tom hoffte, dass wenigstens dieser Abend dann besser verlaufen würde und er sich amüsieren konnte.
„Bäh“, grunzte Nick.
„Passe“, meinte Robb.
„Ihr seid Luschen!“ Tom lachte und die drei stießen erneut an.
„Vergiss aber nicht, wenn du dir morgen die Birne zuschüttest, dass wir am Montag eine Mathe-Arbeit schreiben“, verdarb Robb Tom die Stimmung. Er hasste Mathe, er hasste seinen Mathe-Lehrer und der fühlte inzwischen mit Sicherheit genauso für Tom, so, wie er ihn seit diesem Schuljahr behandelte. Er schüttelte den Gedanken an die Klausur ab und blickte wieder zu Karla. Sie lachte und schaute sogar für einen Moment zu ihm herüber. Sollte er zu ihr gehen? Tom entschied, dass er für diesen Schritt definitiv noch nicht genug Bier getrunken hatte.