Selbstverleger hören in diesen Tagen immer mal wieder was von
CreateSpace oder kurz CS raunen und tuscheln. Doch nix Genaues ist im Web hierzu zu finden - woran liegt es?
Mag sein, dass es daran liegt, dass die PR Abteilung der der Tochter des mächtigen Amazon Konzerns es bislang nicht für nötig gehalten hat, das Netz mit wohlfeilen Pseudoeinträgen zu verseuchen.
CreateSpace ist noch real, was man lesen kann weitgehend die Wahrheit - im Positiven wie auch im Negativen.
Die PR Maschine wird gerade noch geputzt und das sollte Gelegenheit geben mit einem Blogartikel nochmals Klartext zu reden.
Die Meckerheinis der etablierten Verlage und vor allem auch die Print-On-Demand Gemeinde zittern schon und wirft immergleiche Argumente gegen
CreateSpace ins Rennen.
Schauen wir uns die doch mal genauer an:
Die angeblich miserable Qualität
Nun,
CreateSpace ist eine Billigschiene und wer hier Topqualität zum Centpreis erwartet, der kauft wohl auch Jeans, die von Kleinkindern auf den Philippinen handgenäht werden.
Was soll das ? Die Bücher bei CS sind ziemlich unschlagbar billig, man hat keine Anmeldungskosten, Monatsgebühren oder sonstwelche Geldschneidereien, die manche PODs von den Indie Autoren gerne verlangen ( Ich sage nur "Datenbereithaltungsgebühr"). Also wenn man schon die billige Schiene einschlägt, weil man einfach das Geld nicht hat, es nur ein Hobby ist, oder man ein Sparbrötchen ist, dann kann man doch nicht ernsthaft nachher darüber jammern, dass bei einer Sendung von 50 Büchern ein paar mikrokopische Kratzer auf der Oberfläche haben, oder?
Es gibt da einen wunderbaren Stempel mit der Aufschrift "Mängelexemplar" und eine Heerschar von dankbaren Käufern auf Amazon, die lieber ein paar Euro weniger zahlen und diesen Mängel wegstecken wie nichts. Nach dreimal Anfassen hat ohnehin fast jedes Buch Kratzer.
Ich jedenfalls habe hunderte Bücher über
CreateSpace und von
CreateSpace verkauft und noch nicht ein Käufer hat sich über eine mangelnde Qualität, zu dünnes Papier oder ein Eselohr beklagt. Ich behaupte auch mal, dass da nie etwas kommen wird, denn zum Lesen sind die Bücher in ihrer Qualität absolut in Ordnung!
Keine deutsche ISBN = keine Umsätze im Buchhandel
Das stimmt so nicht und selbst
wenn, ist das dem ein oder anderen Wurst. Wenn ich ein Buch herausbringe und es auch selbst vermarkte (z.B. über Facebook, Webseite, Blogs usw), dann verlasse ich mich ja gerade nicht auf den Buchhändler vor Ort, der 5 Millionen Titel in seinem Computer hat, sondern rühre selbst die Werbetrommel. Im Internet ist es egal wo sich das Lager mit dem Buch befindet und wie wir alle wissen ist der Internethandel der am stärksten wachsende Zweig des Buchhandels. Viele bestellen heute schon fast ausschließlich über das Internet und da zählt die deutsche ISBN eben NICHT zum Knock-Out Kriterium, sondenr die Frage ob ich das Buch über Amazon und Co. finden kann. Und das kann man logischerweise, da
CreateSpace eine Amazon Tochter ist.
Und zwar nicht wie im lahmen staionären Buchhandel nach Wochen und Monaten sondern nach spätestens 3 Tagen ist mein Buch bei Amazon gelistet. Wow!
Amazon, das heisst auch bei Google auffindbar - Leute was interessiert mich da eure bescheuerte deutsche ISBN???
Achja Nationalbibliothek: Da schickst du formlos deine zwei Belegexemplare hin, egal mit was für einer ISBN. Es gibt ja noch Zeitgenossen die meinen dass die ISBN eine staatliche Art Steuer ID wäre, ohne die man sein Buch erst garnicht in die Sonne legen darf ohne verhaftet zu werden. Nein, ISBN ist nur ein Arm der Krake zu der auch die Buchpreisbindung gehört. Aber das ist ein anderes Thema...
Natürlich entgehen mir als Autor die (zahlreichen) Spotankäufer, die durch eine Buchhandlung schlendern und weill es gerade so passt und Zahltag war, einfach mal einen Schwung Bücher kaufen - darunter auch meines. Das ist wahr, das ist bedauerlich aber das ist auch nicht unvermeidbar. Und es ist sogar manchmal besser so. Denn...
Kein Verlag, keine ISBN, kein dickes Geld verdienen möglich
Das ich nicht lache! Wir kenne doch alle die Hungertantiemen die ein Verlag an Autoren abdrückt : 5%.
Wenn ich mein Buch selbst verlege, und mal eine Tour durch Deutschland mache, finde ich in jeder größeren Stadt Buchhandlungen, die auch meinen Titel (auf Kommission) ins Regal stellen. Diese Filialen nennt man natürlich auch auf seiner Website. Die Marge teilst du dir jetzt mit dem Buchhändler und nicht mit all den Hyänen, die sonst noch in der Nahrungskette sitzen und für relativ wenig Leistung dein Blut und Schweiß abkassieren.
Wenn wir beim Beispiel oben bleiben, dann wäre dein Lohn von einem 20€ Buch gerade mal 1 € über einen Verlagsvertrag, bei einem 40€ Buch 2€.
Verlegst und vermarktest du jedoch selbst, bleiben bei einem 20€ Buch bestimmt 10€ und beim 40€ Buch mit Sicherheit um die 25€ hängen! Das bedeutet, dass ein tradioneller Verlag dir 10x so viele Bücher verkaufen müsste um dasselbe Ergebnis zu liefern. Ob sie das hinbekommen?
Keine deutschen Buchmasse igitt!
Mal ehrlich: In welcher Welt leben denn solche Meckerheinis? Sitzen die nicht vor einem 20+X ZOLL Bildschirm und oder wischen auf ihrem 7 oder 10 Zoll iPads herum?
Fazit
Ich bin mit dem Preis Leistungsverhältnis von
CreateSpace absolut zufrieden, mehr sogar noch: es war für mich der Königsweg.
Link:
CreateSpace