Montag, 16. Juli 2012

Selbstvertrieb von ebooks für Fortgeschrittene


Wer seine ebooks brav auf den einschlägigen Plattformen wie Amazon oder Xinxii eingestellt hat, die allseits empfohlenen Marketingmittel angewendet hat, die da wären:
  • Blog zum Buch
  • Facebookseite
  • Twitter
  • Pressemitteilung
  • Aktiv in Foren das Buch vorstellen
  • usw. , 
der trommelt jetzt mit den Fingern auf die Tischplatte und klickt alle paar Sekunden die Downloadstatistiken an. Wenn es dann zu Verkäufen kommt, freut man sich zwar, ärgert sich aber trotzdem, da ein großer Teil der Einnahmen bei Amazon und Co. hängen bleibt.
Da kommt man schon auf die Idee, das ebook zusätzlich auch selbst zu verkaufen und den gesamten Umsatz einzustreichen.

Darf ich das denn überhaupt?

Grundsätzlich JA! Sofern man bei keiner Plattform einen exklusiven Vertrag abgeschlossen hat, darf man natürlich das ebook auch selbst verkaufen. Exklusive Vereinbarungen, die zudem noch über mehrere Jahre laufen, sollte man ohnehin nie eingehen! Das Internet ist ständigen Veränderungen unterworfen und es ist einfach sinnvoller sich alle Wege offen zu halten.



Wie geht das?

Der einfachste Weg ist natürlich das Anbieten des ebooks auf der eigenen Webseite, respektive dem Blog. Hier muss man nur die eigene emailadresse irgendwie veröffentlichen und schon können die Besucher das ebook direkt bestellen.
Trudeln dann die Order ein, schickt man dem Absender eine Bankbverbindung und wartet dann auf dne Geldeingang. Ist dieser erfolgt, sendet man ihm das ebook als Datei zu – fertig.
Das Schöne dabei ist, dass man nun seinen Leser kennt. Für Folgeepisoden kann man seine emailadresse also zur Werbung nutzen ( Hierauf muss man den Käufer aber zunächst auch aufmerksam machen).

Wie geht es besser ?

Auf der Suche nach einer besseren Lösung stieß ich auf das in Deutschland weitgehend unbekannte Angebot von DLINX ( https://www.dlinx.net ). Hier hatte man sich etwas Cleveres überlegt:
Über ein kleines Script, daß man in seine Website/Blog einbindet, wird nach dem Bezahlen mit Paypal, Clickbank oder PayDotCom ein weiter Vorgang ausgelöst, der entweder dem Bezahler zu der beim Zahlungsunternehmen hinterlegten emailadresse eine Mail plus Anhang sendet (dies kann dann das ebook sein) oder einen Link für den Download anbietet. Bei dem Link kann festgelegt werden, wieviel Stunden er gültig ist und wie oft man einen Downloadversuch unternehmen kann. Somit wird verhindert, dass der Link im Internet umherwandert und sich weitere User bedienen ohne bezahlt zu haben.
Für diese Dienstleistung erhebt DLINX eine Gebühr von 2% vom Umsatz. Eine vertretbare Größenordnung wie ich finde. Nachteil bei dieser Lösung ist allerdings, daß man ein Depot mit mindestens 10 US Dollar vorab einrichten muß und darauf zu achten hat, dass man nicht leer läuft, sonst bekommen die Käufer keinen Download.
Trotzdem ist das Ganze extrem praktisch, denn so kann man in Spanien am Strand liegen, muß sich um nichts kümmern, der Käufer bekommt sein ebook und man selbst 98% des Umsatzes, statt nur 30% oder 70% wie bei den meisten anderen Lösungen.
Ein erster Test verlief leider negativ. Es wurden 20 US Dollar per Paypal einbezahlt, wobei es hier noch einen Bonus von 3 US Dollar gab und das erzeugte Script auf die Seite des Buchblogs eingebaut. Man erhält dann einen ganz normalen Paypal „Jetzt kaufen“ Button, über den die Besucher das ebook bezahlen können. Obwohl circa 5 Käufe stattfanden erhielt ich jedoch nicht ein einziges Benachrichtigungsmail und die Käufer bekamen auch ihren Download nicht automatisch per email zugesendet. Woran das lag, kann ich nicht sagen, aber das Problem könnte mittlerweile behoben sein.
Ein weiterer Nachteil ist die Begrenzung der emailnachricht, die an den Käufer geht auf 500 Zeichen. Dies ist viel zu kurz.
Wer es dennoch einmal probieren möchte, kann sich ja heute nochmal umschauen, vielleicht sind diese Punkte mittlerweile verbessert.



Alternativen?

Wer seine ebooks selbst verkaufen will, muss sich auch mit den Zahlungsmöglichkeiten auseinander setzen.
Kreditkarten sehen zwar schick aus, sind aber recht unbeliebt, da viele befürchten, dass mit den Kreditkartendaten Schindluder getrieben wird, Dabei könnte man auch dieses Sicherheitsproblem lösen, indem man Einweg- oder Prepaidkreditkarten zum Einkaufen im Internet benutzt.
Diese haben jedoch oftmals eine recht hohe Registrierungsgebühr von rund 100€ und oftmals Jahresgebühren in ähnlicher Höhe und sind daher in Deutschland recht unbeliebt. Eine weitverbreitete Zahlungsplattform in Deutschland ist Paypal. Das Tochterunternehmen von Ebay bietet gegenüber „echten“ Banken eine Reihe von Vorteilen:
  • So ist die Zahlung innerhalb von Sekunden auf deinem Konto statt Tagen.
  • Man bekommt die emailadresse plus die volle Anschrift des Überweisenden übermittelt.
  • Für den Käufer ist die Verwendung von Paypal sehr sicher, denn er kann im Rahmen des Käuferschutzes für einige Zeit seine Zahlung auch zurück holen.
  • Man kann sich eigene kleine Shops mit den vielen Tools von Paypal aufbauen
  • Es gibt Statistiken und Auswertungen zu Gewinn und Umsatz
  • Die Kontonummer ist die eigene emailadresse – so etwas vergisst man nicht.
Hier geht es los....
Ich empfehle daher jedem, der seine ebooks selbst verkaufen/vermarkten will, ein Paypal Konto einzurichten, wenn er nicht schon eins hat.
Die bekannteste Anwendung von Paypal ist der individuelle Paypal „Jetzt kaufen“ Button (Link: https://www.paypal.com/de/cgi-bin/webscr?cmd=_singleitem-intro-outside).
Benutze den obigen Link um an diese Paypal Seite zu gelangen, über den normalen Paypal EInstieg konnte ich die Button Funktion nicht finden.
Es ist ein kleines Script, dass du innerhalb von1 Minute menügeführt erzeugen kannst. Dort können dann Informationen wie :
  • Kaufpreis
  • Artikelnummer
  • Artikelbeschreibung
  • usw
abgelegt werden.
Bislang hatte ich über diese Methode meine eigenen ebooks verkauft.
Bestellt jemand über den „Jetzt kaufen“ Button und zahlt dann an Paypal, erhalte ich Sekunden später eine email mit den genauen Daten.
In der email ist bereits die emailadresse des Käufers abgelegt. Das ist praktisch, denn die kopiere ich mir schnell raus und sende dem Käufer das bezahlte ebook. Im Idealfall hat er seine Ware innerhalb von 5 Minuten und aus meiner Sicht ist der Vorgang abgeschlossen. Ich brauche keine Kontoauszüge zu studieren, muss nicht verzweifelt versuchen die emailadresse eines Schussels herauszufinden, der mir zwar Geld gesendet hat, aber vergaß die emailadresse anzugeben. Last but least habe ich im „Gesendet Nachrichten“ Ordner alle Empfänger meines ebooks und kann sie später, wenn es zum Beispiel eine Fortsetzung o.ä. gibt gezielt anschreiben.
Das alles ist schon wunderbar, was mir einzig und allein nicht gefallen hat, war der Umstand, dass das Gelingen des Verkaufs einzig von meiner Person abhängt. Was passiert eigentlich wenn:
Erst mal Kaufpreis und Artikelname anlegen
  • Mein Rechner von Viren befallen wird/kaputt geht und ich tagelang die Bestellungen nicht abarbeiten kann?
  • Ich einen Unfall habe oder krank werde und einfach mal ein paar Wochen nicht an den PC komme?
  • Ein Fernsehbericht gesendet wird, in dem mein ebook empfohlen wird und ich mit dem Abarbeiten der Bestellungen einfach nicht mehr hinterher komme?
  • Ich mal richtig zum Abschalten in den Urlaub will und keinen Bock habe alle paar Stunden meine Mails zu checken?

Für alle diese und hundert weitere Fälle ist die Lösung suboptimal. Ausserdem kostet sie mich immer und jeden Tag Zeit. Zeit in der ich neue ebooks schreiben könnte, statt den Papierkram zu erledigen.
Ich experimentierte ein wenig mit dem Paypal Button herum und entdeckte eine Funktion, die mir bislang entweder verborgen geblieben oder neu hinzugekommen war.
Paypal kann den Käufer auch auf eine Seite schicken, nachdem der Kauf erfolgreich durchgeführt wurde!
Hierzu muss man nur ein wenig abtauchen und die Optionen, die der Button hat genau studieren.
Bei Schritt 3 findet ihr eine Option:

Leiten Sie Kunden zu dieser URL weiter, wenn sie den Kauf abgewickelt haben

Hier setzt ihr ein Häkchen, denn das ist die Lösung für das Urlaubsproblem!
Aber welche URL soll da rein? Was ihr jetzt noch braucht ist ein sogenannter Filehoster. Dort legt ihr das ebook als Datei ab und wählt aus, dass man diese Datei nur dann zu Gesicht bekommt, wenn man über den Link verfügt. Dieser Link ist natürlich der, den ihr auch bei Paypal hinterlegt.
Bezahlt also ein Internetbesucher eurer Seite das Buch per Paypal, wird er automatisch auf eine weitere Seite, die ihr festgelegt habt weitergeleitet.
Dort kann er sich dann das Buch herunterladen und ihr müsst keinen Finger krumm machen!
Einziger Wehrmutstropfen: Sollte sich der Käufer den Link markieren, könnte er ihn weitergeben und alle die ihn haben, können das ebook kostenlos herunterladen.
Dem könnt ihr aber begegnen, indem ihr in gewissen Abständen das ebook beim Filehoster neu hochladet, dann das alte ebook löscht und dabei einen neuen Link erhaltet. Alle vier Wochen dürfte so etwas genügen, dann ist das Risiko relativ gering.
Der Aufwand hierfür hält sich in Grenzen und ist mit Sicherheit geringer als das ständige manuelle Verschicken des ebooks.

Eine Liste der kostenlosen Filehoster findet ihr hier:


http://www.pcwelt.de/ratgeber/Filehoster-Alternativen-zu-Megaupload-4651729.html

Vorsicht! Einige kostenlose Filehoster löschen Dateien nach ca. 30 Tagen, andere nach 180 Tagen nach dem letzten Download! Es ist also zu überlegen, ob man nicht ein wenig Geld für ein Upgrade bezahlt und dafür diese Risiko nicht eingehen muss.

Eine weitere – kostenlose und unbegrenzt nutzbare Alternative – ist Google Docs, oder demnächst auch Google Drive genannt.
Zu guter letzt kann man natürlich auch einen winzigen Server bei 1&1 und Co. mieten und die Dateien dort deponieren. Dann ist man der eigene Herr im Haus, hat aber auch monatlich laufende Kosten...

Kommentare:

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